Art            Lip               Welcome                  to my universe
I‘m a: singer/songwriter, multi-instrumentalist/trumpetplayer, producer/performer, photographer/visual artist, science fiction writer
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Tutorial

Der Mainstream Solist

Rhythmus II

Im 1. Grundsatzartikel nicht erklärtes wichtigstes Grundwissen. Beat - Offbeat Das Wort "Beat" wird zweifach verwendet: Einmal für den Begriff eines kompletten Musik-Patterns - und einmal (und schon Jahrzehnte länger) für den Grundschlag eines Taktes. Bei 4/4 also für die 4-tel. Im Bezug zu den 4-teln sind die 8-tel - die nicht auf die 4-tel fallen - dann: "Offbeats". Genauer: "8-tel-Offbeats" Mit 16-teln verhält es sich entsprechend: Wenn sie nicht auf ein 4-tel oder 8-tel fallen - sind sie 16-tel-Offbeats. Zum einfacheren Verständnis der Track hier: "Beat-Offbea(s)t": Triolen Bei Triolen werden über einem Grundtakt in 2-er-Einheiten “binär“ - wie z.B. 2/4, 4/4 - Schläge in 3er Einheiten ausgeführt. Das illustriert der Track "3 against 2" in den Beispielen. ("binär" – wie das bekannte Binärsystem bei Computern, das ja zum Rechnen ein 2-er Zahlensystem benutzt: nämlich die 0 und die 1. Unser übliches Alltags-Zahlensystem benutzt 10-er Einheiten und heißt daher “Dezimalsytem“) Instrumentalisten sollten - Drummer müssen folgende Übung beherrschen: Die eine Hand klopft 4/4, die andere 3/4 - in der gleichen Zeit !!! (Das ist "3 gegen 4", finde ich leichter als "3 gegen 2", und es erfüllt den selben Zweck. Wer das andersherum leichter verstehen sollte - jedes Gehirn ist anders "verdrahtet" - übt dann halt "3 gegen 2") Nein - ich fange jetzt nicht auch noch von Duolen und ähnlichen Raffinessen an. Welche Hand was macht ist (je nach Links- oder Rechtshändigkeit) erstmal irrelevant. Drummer müssen beide Varianten "draufhaben", plus das Ganze mit den Füßen, plus die Kombination Füße und Hände. Hinweis: Das ganze funktioniert nur, wenn die Einsen der beiden Teile immer zusammentreffen. Die Dreier werden also gewissermassen zeitgedehnt - die 3 Schläge laufen ja in der gleichen Zeit ab wie die 4. Das ist für den Anfänger keine leichte Übung. Dem Fortgeschrittenen empfehle ich, es in zumindest einer Kombination zu beherrschen. Für Pianisten ist es übrigens ebenso Pflicht wie für Drummer - für Gitarristen ist es ebenfalls nützlich. So nebenbei haben wir gerade einen neuen Begriff gelernt: binär. Die Gegenvariante heißt ternär. Mit Qintolen, Septolen etc werden wir uns hier nicht befassen. Der nächste Abschnitt befaßt sich mit der Gegenüberstellung binär versus ternär an Hand von Beispieltracks : Hier ist ein hörbares Beispiel für 3 gegen 2 :   Binär, Ternär, Swing, Triolisch Wir haben eben gelernt: “gerade“ Noten-Zeitwerte im 2er-Raster werden als binär bezeichnet, (Beispiel: eine 4-tel-Note wird in 2 Teile geteilt: 8-tel-Noten). Werte im 3er-Raster bezeichnet man als ternär. (Beispiel: die 4-tel-Note wird in 3 Teile geteilt: 8-tel-Triolen) anders ausgedrückt: In binären Rhythmen stellen die Triolen den Sonderfall dar, und in ternären die “geraden“ Werte. In ternären Rhythmen verhält es sich genau umgekehrt. In der Praxis sind in fast allen heute üblichen Musikrichtungen Mischformen beider Rhythmus-Arten die Regel. Daß man das Ergebnis der Dreiteilung der 4-tel-Note dann als 8-tel-Triolen bezeichnet (die Dreiergruppe) - und deren Einzelteile als Triolenachtel - und nicht als "12-tel" - hat historische Gründe. Die ich persönlich auch schon immer sehr gewöhnungsbedürftig fand. Das Gleiche gilt erst recht für die 16-tel-Triolen, die jeder Musiker mit Computerzugang als "24stel" in seinen Quantisierungsrastern einstellen kann. Außerdem gibt es noch den Begriff Swing. Beim Swing werden die Offbeats - genau wie wenn sie als Teile reiner Triolen auftreten - ebenfalls später als beim "geraden" Spielen serviert. Sie können dann sowohl auf frühere als auch auf spätere Zeitpunkte der Triolen-Offbeats fallen. In Wirklichkeit falllen sie dann, bei genauerer Analyse - immer noch in ein Triolenraster. Nur ist die Auflösung dann wesentlich feiner. Neben den - noch leicht heraushörbaren - 16-tel-Triolen ("24stel") kann man das Spiel immer weiter treiben - bis über 64-tel-Triolen hinaus. Auch wenn man in diesen Feinstauflösungen die Triolen per Gehör nicht mehr als einzelne Teile unterscheiden kann: unbewußt nimmt man dann immer noch Unterschiede wahr - die Endergebnisse klingen runder, wenn sie genau ins entsprechende Triolenraster fallen.. Die Beispieltracks hier heißen: "Even 8s" "Swinging 8s" "Triolic 8s(12s)" "Even 16s" "Swinging 16s" und "Triolic 16th(24s)" ("Even" sind "gerade" Grooves, im Gegensatz zu swingenden und triolischen). Aus all dem folgt: Es ist erstrebenswert für den Solisten, die reinen Triolen bis zur 16-tel-Triole sauber zu beherrschen. Gute Rapper können das - ich habe schon welche gehört, die das perfekt beherrschen , ohne "einen Knoten in der Zunge" zu bekommen. Als Folge der Beherrschung wird der normale Swing "sauberer". Besser eben. Auch zu diesem gerade behandelten Thema habe ich Beispiel-Tracks online hier. Da alle diese Dinge eher dem Verständnis als der Übung dienen, habe ich es mir erspart, dazu auch noch die entsprechenden  Midi-Dateien bereitzustellen. Für Solisten ist jetzt im Rhythmusbereich genügend Grundlagenwissen hier im Angebot. Drummer und Leute, die einfach mehr wissen wollen, sehen sich bitte woanders um. Für jeden, der einen Sequenzer mit Quantisierungsmöglichkeiten besitzt, dürfte einiges hier banal gewesen sein. Aber nicht jeder Gitarrist, Bassist, Sänger und Bläser haben einen. Selbstverständlich empfehle ich das aber jedem :) Es folgen Hörbeispiele für einige der oben besprochenen Begriffe: Gerade 8tel : Triolische 8tel:   Swing 8tel:   Gerade 16tel:   Triolische 16tel:   Swing 16tel: Phrasierung Als Phrasierung bezeichnet man letzten Endes die Möglichkeit des Solisten, ein Riff, sagen wir mal es besteht nur aus 3 Tönen (um die Menge klein zu halten), sowohl in der Dynamik (siehe Kapitel Ausdruck) als auch in der rhythmischen Zeitgestaltung (einige Möglichkeiten auf dem Gebiet haben wir hier kennengelernt) so zu spielen, daß es einen eigenen Charakter bekommt. Und das idealerweise in den gerade herrschenden Zusammenhang paßt :)

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Im 1. Grundsatzartikel nicht erklärtes wichtigstes Grundwissen. Beat - Offbeat Das Wort "Beat" wird zweifach verwendet: Einmal für den Begriff eines kompletten Musik-Patterns - und einmal (und schon Jahrzehnte länger) für den Grundschlag eines Taktes. Bei 4/4 also für die 4- tel. Im Bezug zu den 4-teln sind die 8-tel - die nicht auf die 4-tel fallen - dann: "Offbeats". Genauer: "8-tel-Offbeats" Mit 16-teln verhält es sich entsprechend: Wenn sie nicht auf ein 4-tel oder 8-tel fallen - sind sie 16-tel-Offbeats. Zum einfacheren Verständnis der Track hier: "Beat- Offbea(s)t": Triolen Bei Triolen werden über einem Grundtakt in 2-er-Einheiten “binär“ - wie z.B. 2/4, 4/4 - Schläge in 3er Einheiten ausgeführt. Das illustriert der Track "3 against 2" in den Beispielen. ("binär" – wie das bekannte Binärsystem bei Computern, das ja zum Rechnen ein 2-er Zahlensystem benutzt: nämlich die 0 und die 1. Unser übliches Alltags-Zahlensystem benutzt 10-er Einheiten und heißt daher “Dezimalsytem“) Instrumentalisten sollten - Drummer müssen folgende Übung beherrschen: Die eine Hand klopft 4/4, die andere 3/4 - in der gleichen Zeit !!! (Das ist "3 gegen 4", finde ich leichter als "3 gegen 2", und es erfüllt den selben Zweck. Wer das andersherum leichter verstehen sollte - jedes Gehirn ist anders "verdrahtet" - übt dann halt "3 gegen 2") Nein - ich fange jetzt nicht auch noch von Duolen und ähnlichen Raffinessen an. Welche Hand was macht ist (je nach Links- oder Rechtshändigkeit) erstmal irrelevant. Drummer müssen beide Varianten "draufhaben", plus das Ganze mit den Füßen, plus die Kombination Füße und Hände. Hinweis: Das ganze funktioniert nur, wenn die Einsen der beiden Teile immer zusammentreffen. Die Dreier werden also gewissermassen zeitgedehnt - die 3 Schläge laufen ja in der gleichen Zeit ab wie die 4. Das ist für den Anfänger keine leichte Übung. Dem Fortgeschrittenen empfehle ich, es in zumindest einer Kombination zu beherrschen. Für Pianisten ist es übrigens ebenso Pflicht wie für Drummer - für Gitarristen ist es ebenfalls nützlich. So nebenbei haben wir gerade einen neuen Begriff gelernt: binär. Die Gegenvariante heißt ternär. Mit Qintolen, Septolen etc werden wir uns hier nicht befassen. Der nächste Abschnitt befaßt sich mit der Gegenüberstellung binär versus ternär an Hand von Beispieltracks : Hier ist ein hörbares Beispiel für 3 gegen 2 :   Binär, Ternär, Swing, Triolisch Wir haben eben gelernt: “gerade“ Noten-Zeitwerte im 2er-Raster werden als binär bezeichnet, (Beispiel: eine 4- tel-Note wird in 2 Teile geteilt: 8-tel-Noten). Werte im 3er-Raster bezeichnet man als ternär. (Beispiel: die 4-tel-Note wird in 3 Teile geteilt: 8-tel-Triolen) anders ausgedrückt: In binären Rhythmen stellen die Triolen den Sonderfall dar, und in ternären die “geraden“ Werte. In ternären Rhythmen verhält es sich genau umgekehrt. In der Praxis sind in fast allen heute üblichen Musikrichtungen Mischformen beider Rhythmus-Arten die Regel. Daß man das Ergebnis der Dreiteilung der 4-tel-Note dann als 8-tel-Triolen bezeichnet (die Dreiergruppe) - und deren Einzelteile als Triolenachtel - und nicht als "12-tel" - hat historische Gründe. Die ich persönlich auch schon immer sehr gewöhnungsbedürftig fand. Das Gleiche gilt erst recht für die 16-tel-Triolen, die jeder Musiker mit Computerzugang als "24stel" in seinen Quantisierungsrastern einstellen kann. Außerdem gibt es noch den Begriff Swing. Beim Swing werden die Offbeats - genau wie wenn sie als Teile reiner Triolen auftreten - ebenfalls später als beim "geraden" Spielen serviert. Sie können dann sowohl auf frühere als auch auf spätere Zeitpunkte der Triolen-Offbeats fallen. In Wirklichkeit falllen sie dann, bei genauerer Analyse - immer noch in ein Triolenraster. Nur ist die Auflösung dann wesentlich feiner. Neben den - noch leicht heraushörbaren - 16-tel- Triolen ("24stel") kann man das Spiel immer weiter treiben - bis über 64-tel-Triolen hinaus. Auch wenn man in diesen Feinstauflösungen die Triolen per Gehör nicht mehr als einzelne Teile unterscheiden kann: unbewußt nimmt man dann immer noch Unterschiede wahr - die Endergebnisse klingen runder, wenn sie genau ins entsprechende Triolenraster fallen.. Die Beispieltracks hier heißen: "Even 8s" "Swinging 8s" "Triolic 8s(12s)" "Even 16s" "Swinging 16s" und "Triolic 16th(24s)" ("Even" sind "gerade" Grooves, im Gegensatz zu swingenden und triolischen). Aus all dem folgt: Es ist erstrebenswert für den Solisten, die reinen Triolen bis zur 16-tel-Triole sauber zu beherrschen. Gute Rapper können das - ich habe schon welche gehört, die das perfekt beherrschen , ohne "einen Knoten in der Zunge" zu bekommen. Als Folge der Beherrschung wird der normale Swing "sauberer". Besser eben. Auch zu diesem gerade behandelten Thema habe ich Beispiel-Tracks online hier. Da alle diese Dinge eher dem Verständnis als der Übung dienen, habe ich es mir erspart, dazu auch noch die entsprechenden  Midi-Dateien bereitzustellen. Für Solisten ist jetzt im Rhythmusbereich genügend Grundlagenwissen hier im Angebot. Drummer und Leute, die einfach mehr wissen wollen, sehen sich bitte woanders um. Für jeden, der einen Sequenzer mit Quantisierungsmöglichkeiten besitzt, dürfte einiges hier banal gewesen sein. Aber nicht jeder Gitarrist, Bassist, Sänger und Bläser haben einen. Selbstverständlich empfehle ich das aber jedem :) Es folgen Hörbeispiele für einige der oben besprochenen Begriffe: Gerade 8tel : Triolische 8tel:   Swing 8tel:   Gerade 16tel:   Triolische 16tel:   Swing 16tel: Phrasierung Als Phrasierung bezeichnet man letzten Endes die Möglichkeit des Solisten, ein Riff, sagen wir mal es besteht nur aus 3 Tönen (um die Menge klein zu halten), sowohl in der Dynamik (siehe Kapitel Ausdruck) als auch in der rhythmischen Zeitgestaltung (einige Möglichkeiten auf dem Gebiet haben wir hier kennengelernt) so zu spielen, daß es einen eigenen Charakter bekommt. Und das idealerweise in den gerade herrschenden Zusammenhang paßt :)

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